Auferstehungs-Sinfonie

Auferstehungs-Sinfonie

'Warum hast du gelebt? Warum hast du gelitten? Ist das alles nur ein großer, furchtbarer Spaß?

Wir müssen diese Frage auf irgendeine Weise lösen, wenn wir weiterleben sollen.' Mit diesen Worten erklärte Gustav Mahler selbst den Inhalt seiner Zweiten. Bereits 1888, in seiner Leipziger Anstellung als Kapellmeister am Stadttheater, hatte Mahler mit ersten Entwürfen begonnen. Uraufgeführt wurde die 2. Sinfonie aber erst sieben Jahre später in Berlin. Im Finale verwendet er das Lied 'Die Auferstehung' von Friedrich Gottlieb Klopstock, das er bei der Beerdigung von Hans von Bülow 1894 hörte. Wie Klopstock glaubte auch Mahler an ein ewiges Leben, doch nach seiner Auffassung wird es dem Menschen nicht geschenkt, sondern er muss sich, durch irdisches Leid gereift, selbst erlösen. Deshalb verwendet Mahler auch nur die ersten zwei Strophen und dichtet weitere Verse dazu. Das Gedicht gab dann auch der Sinfonie ihren noch bis heute bekannten Namen. Anlässlich Mahlers 100. Todestages waren die größten Orchester und Dirigenten in Leipzig zu Gast, um alle Mahlersinfonien aufzuführen. Das Internationale Mahler Festival Leipzig 2011 sorgte weit über die europäischen Grenzen für Aufsehen. Mit der Aufführung von Mahlers Zweiter, der 'Auferstehungssinfonie', eröffnete Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly mit seinem Orchester, dem MDR RUNDFUNKCHOR und dem Rundfunkchor Berlin die Leipziger Hommage an den großen Komponisten. Christiane Oelze, Sopran Sarah Connolly, Alt MDR RUNDFUNKCHOR Rundfunkchor Berlin Gewandhaus-Chor Gewandhausorchester Leipzig Dirigent: Riccardo Chailly.

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