Aschermittwoch der Künstler

Aschermittwoch der Künstler

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„Gedenke, Mensch, dass du Staub bist, und zu Staub zurückkehren wirst.“ Mit diesen Worten zeichnet Kardinal Reinhard Marx vielen Künstlerinnen und Künstlern das Aschenkreuz auf die Stirn. Die Asche erinnert an die Vergänglichkeit, dass nichts bleibt, wie es einmal war. Ein Thema, das in den Werken vieler Künstler aufscheint und auch in diesem Gottesdienst zu Beginn der 40-tägigen Fastenzeit. Anlässlich des Aschermittwochs der Künstler zeigt der Berliner Künstler Philipp Geist im Münchner Dom eine Licht-Video-Installation mit dem Thema „Bruchstelle“. Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens - ob gewollt oder ungewollt - „Brüche“, mit denen er umgehen muss. Sie führen zu Veränderungen und neuen Wegen. Die Zeit spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Die Installation nähert sich diesem Phänomen auf ungewöhnliche Weise und lädt die Gottesdienstbesucher zum Dialog ein. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der „Capella Cathedralis“ und dem Domchor München unter der Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz. Berührende Klänge aus dem Requiem für die Opfer der Nazi-Unterdrückung von Stale Kleiberg (*1958) und zur Kommunionausteilung „Qui meditabitur“ von James MacMillan (*1959). Der Aschermittwoch der Künstler geht auf eine Anregung des katholischen Schriftstellers Paul Claudel zurück, der nach dem 2. Weltkrieg verschiedene Künstler in Paris zum Gedankenaustausch einlud. Der Kölner Kardinal Frings schloss sich der Idee an. Seither treffen sich am Aschermittwoch in vielen europäischen Städten Bischöfe, Seelsorger, Gläubige und Künstler. Gemeinsam beginnen sie die Zeit der Besinnung und Buße, der Konzentration auf das, was das Leben ausmacht. Der Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom mündet in eine anschließende Begegnung von „Kunst und Kirche“ in der Pinakothek der Moderne.

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