"Arisierung" - Der große Raubzug

"Arisierung" - Der große Raubzug

In den 1930er Jahren waren die Juden ein fester Bestandteil des heimischen Wirtschaftslebens. Kaufhäuser, Industrien, Banken und kleine Gewerbebetriebe wie Schuster oder Bäckereinen waren vom Wiener Stadtbild kaum wegzudenken. Rund 180.000 Juden lebten vor dem Anschluss 1938 in Wien. Es waren über 50 Prozent der Ärzte, 70 Prozent der Schuster und 85 Prozent der Rechtsanwälte- Mit dem Anschluss im März 1938 begann ein riesiger Raubzug gegenüber die jüdische Bevölkerung. Bald begannen die Demolierungen und Plünderungen jüdischer Geschäfte. In den Läden erschienen Jugendliche zusammen mit jungen SA-Männern und "requirierten" Lebensmittel, Schuhe, Anzüge, Stoffe. Geschäfte mussten zu Spottpreisen verkauft werden, andere wurde schlicht liquidiert. Die Dokumentation beschreibt das jüdische Leben der 1930er und zeigt, wie fast von einem Tag auf den anderen dieser Teil des österreichischen Lebens ausgelöscht wurde.

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