Arche Noah in Berlin

Arche Noah in Berlin

Mehr als 27.500 Tiere und 450 Mitarbeiter soll er in eine neue Zukunft führen. Andreas Knieriem ist seit einem dreiviertel Jahr Direktor von Zoo und Tierpark. Doch sein Weg ist steinig. "Ich wusste, dass ich in Berlin viele Baustellen vorfinden würde, aber dass alles, was ich anfasse, eine Baustelle ist, das hatte ich nicht erwartet", so der Mann, der bereits die Tierparks Hannover und München-Hellabrunn modernisiert hat. Nun also Berlin: Ein defizitärer Tierpark, Gehege und Ställe, die nicht mehr den Anforderungen des Tierschutzes entsprechen, Altlasten von seinem Vorgänger. Und das in Zeiten, in denen Zoos als moderne Arche gehandelt werden, der Wohlfühlfaktor der zahlenden Besucher ganz oben steht. Andreas Knieriem ist in diesen Monaten immer auf Achse. Er besichtigt Gehege und Ställe, trifft Erlebnis-Architekten, die gemeinsam mit ihm neue Visionen für den Tierpark erarbeiten, spricht beim Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses vor, um die dringend benötigten Gelder bewilligt zu bekommen und muss auch die Mitarbeiter auf seinen neuen Kurs einschwören. Es ist ein Knochenjob, doch es ist Andreas Knieriems Traumjob. Er ist gekommen um zu bleiben, so Knieriem - er muss aus zwei traditionellen Zoos eine moderne Arche machen.

Eva Demmler und Axel Friedrich haben den neuen Zoodirektor in dieser aufregenden wie schwierigen Zeit begleitet. Sie werfen einen Blick zurück auf die besondere Historie der beiden Tiergärten und stellen die Frage, was einen modernen Zoo heute ausmacht.

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