Antarktis - Leben am Limit

Antarktis - Leben am Limit

LandschaftsbildF  

Die Antarktis ist der unwirtlichste und kälteste Kontinent der Erde. Die Temperaturen sinken hier durchschnittlich auf minus 40 Grad Celsius, und die Winde erreichen manchmal eine Stärke von mehr als 200 Stundenkilometern. Doch trotz dieser extremen Bedingungen birgt die Antarktis auf ihrem riesigen Eisschild, auf dem Felsboden unter der antarktischen Eisdecke und in den Tiefen des Südpolarmeeres eine erstaunliche Artenvielfalt. Das Fundament zum Schutz der Antarktis und der hier teils nur hier vorkommenden endemischen Arten ist der sogenannte Antarktis-Vertrag. In ihm manifestiert sich das Interesse, die Antarktis ausschließlich friedlich, wie für wissenschaftliche Zwecke, zu nutzen. Vor Ort und in den Labors weltweit erforschen Ornithologen, Mikrobiologen und Ethologen die faszinierenden Überlebensstrategien der Bewohner des weißen Kontinents - angefangen bei den berühmten Kaiser - und Adeliepinguinen bis hin zu unbekannten, mikroskopisch kleinen Lebewesen. Wie halten diese Arten den dauerhaften Minusgraden stand? Wie orientieren sie sich in der Eiswüste, wie pflanzen sie sich fort und wie ernähren sie sich? Darüber hinaus versuchen die Wissenschaftler eine immer dringlicher werdende Frage zu klären: Werden diese bereits sehr gut an ihre Umwelt angepassten Tiere auch zukünftig in der Lage sein, auf die Klimaveränderungen zu reagieren? Denn in der Antarktis steigt die Temperatur, das Packeis in den Polarmeeren schmilzt immer früher. Wie "Wachposten" für globale Klimaschwankungen erleben die Arten der Südhalbkugel nun einen entscheidenden Wendepunkt ihrer Geschichte. Je genauer man sie erforscht, desto besser kann man sie schützen - und die Entwicklung der ganzen Erde begreifen.

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