Anstoß

Anstoß

Die Internationalisierung des Fußballsports beginnt mühsam und langsam. Zwar wird bereits im Jahr 1904 die FIFA - der Fußballweltverband - gegründet, und ihr erster Präsident, der Franzose Robert Guerin, träumt damals bereits von einem weltweiten Turnier, doch die Umsetzung lässt bis 1930 auf sich warten. In diesem Jahr findet in Uruguay die erste Fußball-WM statt. Allerdings handelt es sich dabei mehr um eine Südamerika-Meisterschaft, denn von 13 teilnehmenden Mannschaften kommen neun aus Lateinamerika. Vier europäische Teams, unter anderem Frankreich, reisen gemeinsam zehn Tage lang per Schiff nach Montevideo. Ein Franzose schießt zwar das erste WM-Tor überhaupt - Weltmeister aber wird Gastgeber Uruguay. Deutschland zeigt zu jener Zeit kein Interesse an einer Teilnahme, Profifußball ist in deutschen Landen noch verpönt. Entscheidenden Anteil am ersten WM-Turnier hat der Franzose Jules Rimet, damals FIFA-Präsident und überzeugt von der Idee, Sport verbinde die Völker. Doch der internationale Fußball wird auch Bühne für die Politik. So sitzt 1934 bei der WM in Italien FIFA-Präsident Rimet nur in der zweiten Reihe, ganz vorn präsentiert sich Italiens faschistischer Diktator Benito Mussolini. Die Dokumentation beschreibt die ebenso schwierigen wie spannenden Anfänge der Fußball-Weltmeisterschaften, von der Idee 1904 bis zum Jahr 1950, als sich das Turnier weltweit etabliert hatte.

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