Anne-Sophie Mutter spielt Sibelius' Violinkonzert in d-Moll, Op. 47

Anne-Sophie Mutter spielt Sibelius' Violinkonzert in d-Moll, Op. 47

Klassische MusikD  

Es gibt kaum kein Werk für Violine, das so anspruchsvoll, so komplex, so fordernd ist, wie das Violinkonzert in d-Moll von Jean Sibelius. Als ein riesengroßer Monolog für die Geige komponiert, im virtuosen Duktus der Spätromantik gehalten, stellt das Werk fast jeden Interpreten vor beinahe unüberwindbare Schwierigkeiten. Nicht aber Anne-Sophie Mutter: Mit ihrem makellosen technischen Können, mit ihrer unnachahmlichen Begabung, Bögen, Linien und Phrasen musikalisch zu formen, findet sie gerade in diesem Konzert die Entsprechung ihres Künstlertums.

Ihr zur Seite steht das Royal Concertgebouw Orchestra, ein traditionsreiches Ensemble, das in Rankings immer wieder weltweit einen der vordersten Plätze belegt. Es ist ein Orchester mit einer perfekten, glänzenden Transparenz des Klanges, das hier von dem lettischen Dirigenten Andris Nelsons geführt wird.

Auch über Andris Nelsons ist die internationale Musikwelt einer Meinung: Er ist einer der aufregenden, spannenden Dirigenten der jungen Generation. Es war auch nicht überraschend, dass sich die Berliner Philharmoniker gerade ihn bis zum Schluss zu ihrem Chef wünschten.

Das Konzert wurde in Amsterdam im Koninklijk Concertgebouw, einem der exklusivsten Konzertsäle der Welt, aufgezeichnet. Es ist ein Geburtstagsgeschenk für den Komponisten Jean Sibelius, dessen 150. Geburtstag die Musikwelt - und speziell ARTE - in diesem Jahr feiert.

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