Andris Nelsons dirigiert Mahlers 5. Symphonie

Andris Nelsons dirigiert Mahlers 5. Symphonie

Das Lucerne Festival Orchestra steht seit 2003 für musikalische Spitzentöne. Claudio Abbado und Michael Haefliger knüpften damals an die Geburtsstunde der Luzerner Festspiele 1938 an, als Arturo Toscanini am Ufer des Vierwaldstättersees ein legendäres Eröffnungskonzert dirigierte. Nach diesem Vorbild treffen in Luzern seit 2003 Sommer für Sommer international renommierte Solisten und Kammermusiker rund um die Stammbesetzung aus den Reihen des Mahler Chamber Orchestra zusammen und bilden einen Klangkörper der Sonderklasse.

Claudio Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die künstlerische Leitung dieses "Orchesters der Freunde" inne, wie er es selbst nannte. Die Stammbesetzung des Ensembles ist auch in der Ära nach Abbado zusammengeblieben. Andris Nelsons, der "artiste étoile" des Lucerne Festivals 2012, dirigiert seit dem Tod von Claudio Abbado im Januar 2014 oft das Orchester, so dirigierte er auch das Gedenkkonzert für Claudio Abbado im Mai letzten Jahres.

In diesem Jahr steht der Komponist auf dem Spielplan des Orchesters, mit dem es unter Claudio Abbado Interpretationsgeschichte schrieb: Gustav Mahler. Mit der Komposition seiner 5. Symphonie beginnt in Gustav Mahlers symphonischem Schaffen ein neuer Abschnitt. Er verzichtet auf Programmatik und auf die menschliche Stimme. Der Charakter der Fünften ist eher düster, traurig und schwermütig, während sich Mahlers Leben, gleichzeitig mit dem Beginn eines neuen Jahrhunderts, auf seinem Höhepunkt befindet: Seine schöpferische Kraft steht in voller Blüte, er ist Leiter der Wiener Hofoper, als Komponist ist er anerkannter denn je, seine Werke werden immer häufiger aufgeführt.

Bewertung

0,0   0 Stimmen