Am Großvenediger

Am Großvenediger

Der Großvenediger ist mit seinen 3660 Metern der vierthöchste Berg Österreichs. Hoch droben, im ewigen Eis, scheint die Welt gefroren und starr, doch gerade hier befindet sich alles im Wandel. Der Bergführer Emil Widmann hängt seinen Beruf als Lehrer an den Nagel und wird Pächter der Kürsinger Hütte. Aber weder er noch seine Familie haben Erfahrung in der Gastronomie und so ist der berufliche Neuanfang sowohl privat als auch finanziell riskant. Fast zwei Jahre begleitete der Filmautor Emil und seine Familie: von den ersten Planungen bis hinein ins erste Jahr als Hüttenwirt. Unterhalb der Kürsinger Hütte im Untersulzbachtal liegt die Finkalm, die bereits seit 12 Jahren von der Familie Mayr bewirtschaftet wird. Auf der Finkalm werden Milch, Butter und Käse noch fast wie vor 100 Jahre erzeugt. Das hat sich herumgesprochen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem und Wanderer nehmen den fast zweistündigen Anmarsch gerne in Kauf, um diese Pinzgauer Spezialitäten genießen zu können. Doch damit könnte bald Schluss sein: Die EU möchte Verordnungen durchsetzen, denen zufolge Lebensmittel nur noch in Räumen produziert werden dürfen, die deutlich getrennt vom Wohn und Gastbereich liegen. Nicht nur die Menschen am Großvenediger müssen sich immer neuen Herausforderungen stellen, auch die Natur verändert sich. Die Gletscher schmelzen so rasant wie nie zuvor und verändern die Landschaft nachhaltig.

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