Alte Würzburger Wirtshäuser

Alte Würzburger Wirtshäuser

HR Live-TV HR 28.09., 16:00 - 16:45 Uhr
StadtbildD 201345 Minuten 

Würzburg am Main ist nicht nur geprägt von seinen historischen Kirchen, seiner Geschichte und Kultur, sondern auch durch seine Gasthäuser und die vielfältigen Wirtshaustraditionen. Ob im Maulaffenbäck, im Stachel oder in der Schiffbäurin auf der anderen Seite des Mains - sie alle gehören seit Langem zum Leben in der fränkischen Weinstadt. Die Filmautorin Hiltrud Reiter stellt diese drei Gasthäuser und ihre Stadt vor. Das Restaurant und Weinhaus "Zum Stachel" ist das älteste und berühmteste Gasthaus Würzburgs. Momentan ist es wegen Besitzerwechsel geschlossen. Das historische Kleinod im Herzen der Altstadt in der Gressengasse kann auf eine äußerst abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken - als Gasthof existiert der heutige "Stachel" seit 1413. Das heute noch im Original erhaltene romanische Doppeltor zum Innenhof stammt aus der Stauferzeit und wurde bereits im Jahre 1200 errichtet. Um 1900 gründete ein strebsamer Bäckermeister die Weinstube Maulaffenbäck. Sie war wegen ihrer Gemütlichkeit und ihrer guten Eigenbauweine in allen Schichten der Bevölkerung sehr beliebt und erfreute sich eines "reichen Zuspruchs". Früher haben die Leute dort ihr Brot gekauft, Mitgebrachtes wie Wurst und Käse ausgepackt und bei einem Schoppen Wein gevespert. Diese alte Tradition wird heute noch gepflegt. Das Wein- und Fischhaus Schiffbäuerin ist ein historisches Restaurant auf der anderen Mainseite der Stadt in der Katzengasse. Der Name "Schiffbäuerin" erklärt sich durch die Eröffnung der Weinwirtschaft durch die damalige Schiffbauerstochter. Die Eröffnung dieser Weinwirtschaft ist zwischen 1846 und 1852 datiert. Als Wein- und Fischhaus ist die Gaststätte seit über hundert Jahren im weiten Umkreis bekannt - auch heute noch ist es das traditionsreichste Fischrestaurant der Region.

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