100 Tage Franziskus - Ein Papst verändert die Kirche

100 Tage Franziskus - Ein Papst verändert die Kirche

Als Jorge Mario Bergoglio am 13. März 2013 den Balkon des Petersdoms betritt, trägt er eine einfache weiße Soutane und seine schwarzen Straßenschuhe. Er fährt auch als Papst Bus und wäscht an Gründonnerstag jugendlichen Straftätern die Füße. Was für ein Stilwechsel im Vatikan! Bergoglio, ehemaliger Erzbischof von Buenos Aires, ist der erste Papst aus Lateinamerika, der erste Jesuit als Pontifex und der erste, der sich nach Franz von Assisi benennt, einem Revolutionär seiner Zeit. Schon sein erster Auftritt setzt Zeichen und weckt Hoffnungen bei vielen Menschen. Wer ist dieser Mann, der sich eine Kirche der Armen wünscht? Welche Veränderungen bringt er für die katholische Kirche? Und sind es dann die Reformen, die sich viele Katholiken rund um den Globus erhoffen? Der 30-minütige Film von Jürgen Erbacher und Jan Frerichs geht diesen Fragen nach: in den Elendsvierteln von Buenos Aires, wo die Kirche an der Seite der Armen steht und wo Glaube ganz anders gelebt wird als in Europa. Im Vatikan, wo Papst Franziskus die Reform der Kurie eingeleitet hat, und in Deutschland, wo die katholische Kirche an vielen Stellen doch eher eine 'reiche' als eine arme Kirche ist. Am 21. Juni wird Papst Franziskus 100 Tage im Amt sein. Die Autoren schauen auf das Amtsverständnis von Franziskus und auf die konkreten Veränderungsprozesse, die der Papst in dieser Zeit angestoßen hat. Festmachen lässt sich das zum Beispiel am Fall der US-amerikanischen Nonnen, denen die Glaubenskongregation vorwirft, sich nicht an die Lehren der katholischen Kirche zu halten. Von einem Treffen Anfang Mai erhoffen sich die US-Schwestern neue Signale aus Rom. Der Film ist eine Koproduktion von ZDF und ARTE. Bei ARTE wird er im Rahmen eines Themenabends am 18. Juni ausgestrahlt.

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