04:15
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
04:45
Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft - das journalistische Magazin für Bremen, Bremerhaven und Unterweser-Raum.
05:15
Jeden Abend pünktlich 18:45 Uhr nimmt ein prominenter Gast bei uns Platz - dazu informiert DAS! Rote Sofa täglich, was im Norden Gesprächsthema ist.
06:00
Die Zunft der Ostseefischer ist vom Aussterben bedroht. Also drücken die Ostseefischer noch einmal die Schulbank. Gustav Martitz sichert so seinen Berufseinstieg, sein Chef Steffen Schnorrenberg tut alles dafür, dadurch das Handwerk an seinen Sohn weitergeben zu können, genauso wie er den Familienbetrieb übernommen hat. Als Sea Ranger packen sie im Naturschutz, Tourismus und der Forschung mit an und bauen sich so weitere Standbeine auf. Die Fortbildung bringt ihnen nach vielen Jahren der Frustration erstmals einen Hauch von Hoffnung. Für die Sea Ranger in spe ist klar: Sie wollen Teil der Lösung sein. Sechs Monate voller Herausforderungen, "erste Male" und Überwindungen. Fischer auf Abwegen. "Die Nordreportage" begleitet die beiden Fischer dabei, wie sie versuchen, ihren Traumjob zu retten und damit ein Stück norddeutscher Tradition zu bewahren. Gustav und Steffen machen zusammen ein Praktikum im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, erfahren im Meeresbiologie-Unterricht, warum das Ökosystem Ostsee krank ist und stechen mit dem Forschungsschiff in See, um gemeinsam mit Thünen-Wissenschaftlern zu forschen. Im Juni heißt es für sie und die anderen Seebären pauken. Denn nur wenn sie die Prüfung zum "Förster der Meere" bestehen, stechen sie ab Juli in See und sind Umweltschützer, Tourismusexperten, Kulturpfleger und Fischer in einem.
06:30
Das Projekt SeaStore ist deutschlandweit einzigartig: die erste Anpflanzaktion von Seegras in der Ostsee. Denn Seegras ist nicht nur als biologischer Küstenschützer und für die Biodiversität des Meeres von Bedeutung, weil es vielen Wassertieren eine Heimat bietet. Seegras kann auch deutlich mehr CO2 speichern als eine vergleichbare Waldfläche. Es trägt damit entscheidend zum Kampf gegen den Klimawandel bei und ist daher schützenswert. Die Seegraswiesen in der Ostsee sind über viele Jahrzehnte hinweg immer weniger geworden, vor allem aufgrund landwirtschaftlicher Düngemitteleinträge. Heute hat sich das Seegras zwar leicht erholt, das gibt Aufschluss über eine besser werdende Wasserqualität der Ostsee. Dennoch erwärmt sich nicht nur das Klima, sondern auch die Ostsee immer weiter. Und bei zu viel Hitze könnte das heimische Seegras aussterben. Im Projekt SeaStore erforschen Wissenschaftler vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zusammen mit verschiedenen Fachbereichen die Fähigkeit von Seegras, der Meereserwärmung standzuhalten. Und sie versuchen, Seegras neu in der Ostsee anzupflanzen. Eine mühselige Arbeit, weil jede Pflanze einzeln von Tauchern am Meeresboden an ihren Platz gesetzt wird. Zuvor haben die Forscher schon seit vielen Jahren die bestehenden Seegraswiesen kartiert, und zwar mit einer Schleppkamera vom Schlauchboot aus. Außerdem halten sie Seegras unter Laborbedingungen in Wellentanks und setzen es regelmäßig Hitzewellen aus, denn sie wollen wissen, ob diese Pflanzen in den kommenden Jahren besser mit dem wärmer werdenden Ostseewasser zurechtkommen können.
07:00
Lach- und Sachgeschichten, heute mit dem Geheimnis der Schmetterlingsfarbe, Nulli und Priesemut beim Streichen, Christoph und ganz vielen grünen Buntstift-Minen, Shaun als Künstler - und natürlich mit der Maus, dem Elefanten und der Ente. Strukturfarben oder warum bleicht ein Schmetterling nicht aus? Wenn ein T-Shirt zu oft in der Waschmaschine oder zu lange in der Sonne war, bleicht es meist irgendwann aus. Es gibt aber auch Farben aus der Natur, die niemals verblassen. Warum das so ist, das erforscht ein Forschungsteam der Uni Erlangen. Jana trifft das Forschungsteam und lernt jede Menge darüber, was diese Farben mit Licht, Reflektion und Struktur zu tun haben. Und findet schließlich auch heraus, warum Käfer, Pfauen oder Schmetterlinge ihre Farbe ein Leben lang behalten … Nulli und Priesemut: Eine Frage des Geschmacks Nulli und Priesemut bemerken, dass die Farbe an ihrer Hausfassade abbröckelt. Die beiden sind sich einig: Es ist Zeit für eine neue Farbe - nur welche? Gerade als das Streichen in einem großen Streit um die richtige Farbe endet, kommt Oma Bär und gibt den beiden genau den entscheidenden Tipp, um sich wieder zu versöhnen. Buntstift Wie kommt eigentlich die Farbe in den Buntstift? In der Fabrik verfolgt Christoph jeden Schritt, von der Farbe bis hin zu den bunten, malbereiten Stiften. Shaun das Schaf: Das Stillleben Der Farmer versucht sich als Maler: Haus und Hügel sind schnell auf der Leinwand, im Gegensatz zu den Schafen. Jedes Mal, wenn er sie ins Visier nimmt, haben sie ihre Position geändert. Als endlich die ersten Schafe gemalt sind, wird die weiße Farbe leer. Der Farmer holt Nachschub, Bitzer übernimmt den Künstlerpart und ruiniert das Gemälde. Jetzt muss Meister Shaun ran: Gemeinsam mit den anderen Schafen kreiert er ein Bild im Stile großer Action Painting Künstler. Was der Farmer wohl davon hält?
07:30
Alle Beiträge sind mit Gebärdenbegleitung und Untertitel versehen. Sendeformat und Themenwahl orientieren sich außerdem an den Bedürfnissen hörgeschädigter Zuschauer.
08:00
"Die Ratgeber" sprechen über das Phänomen Medical Gaslighting. So wird das Herunterspielen von Erkrankungen durch medizinisches Personal bezeichnet, bei dem vor allem Patientinnen mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen werden. Weitere Themen: Reporterin Maike Tschorn ist in Butzbach auf einem Erdbeerfeld zum Selbstpflücken und erfährt mehr über den überdachten Erdbeer-Tunnel. Im Kleingarten werden Behausungen für Würmer und ein Hochbeet-Kompost für Kürbisse gebaut. Im Test: Motorroller.
08:30
Yared Dibaba zieht durch Norddeutschland und sucht unterstützenswerte Vereine. In der NDR Aktion "Yared packt an - VEREINt im Norden" startet er vier Folgen lang eine große Mitmach-Aktion, um Vereinen tatkräftig unter die Arme zu greifen. Er packt an, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. An seiner Seite ist stets eine Kollegin aus einem der NDR Landesfunkhäuser. Sie packt selbst mit an und unterstützt mit Aufrufen in Hörfunk und Fernsehen, wenn zum Beispiel Werkzeug, Herd, Computer oder ein Maler und Gärtner gesucht werden. Diesmal: Der Kinderbauernhof Kirchdorf kämpft ums Überleben Direkt neben den Hochhäusern von Kirchdorf-Süd in Hamburg-Wilhelmsburg öffnet sich ein blaues Holztor. Dahinter verbirgt sich eine andere Welt wie aus einem Astrid-Lindgren-Buch: Holzhütten am Kanal, Ziegen auf der Weide, Schweine im Stroh, Kinder mit leuchtenden Augen. Seit fast 40 Jahren bringt Gerd Horn hier Tiere und Kinder zusammen - kostenlos. Bis zu 18.000 Menschen kommen pro Quartal auf das Gelände, viele aus Familien, für die ein Urlaub auf dem Land unerschwinglich ist. Doch das Idyll bröckelt. Die Spenden gehen zurück und der Winter hat seine Spuren hinterlassen: Zäune und Ställe brauchen einen frischen Anstrich, Dächer müssen dringend erneuert und ein vom Winter zerstörtes Zelt ersetzt werden. Gemeinsam mit Yared Dibaba und Nicole Steins (NDR 90,3 Hamburg) trommelt der Kinderbauernhof Unterstützung zusammen: Dachdecker-Azubis, Garten- und Landschaftsbauer, Ehrenamtliche und Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Viertel rücken an, um sich der Aufgabe zu stellen.
09:00
30 Minuten regionale Informationen und Hintergründe: Worüber spricht das Land - was bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Mehr Nachrichten aus MV ab NDR Text Seite 160 und im Internet: www.ndr.de/mv
09:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
10:00
Ob Politik oder Wirtschaft, Umwelt oder Kultur, jeden Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr erfahren Sie, was sich am Tage in der Region zwischen Nord- und Ostsee ereignet hat. Mehr Nachrichten aus SH ab NDR Text Seite 140 und im Internet: www.ndr.de/sh
10:30
Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft - das journalistische Magazin für Bremen, Bremerhaven und Unterweser-Raum.
11:00
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt. Mehr Nachrichten aus Niedersachsen ab NDR Text Seite 120 und im Internet: www.ndr.de/niedersachsen
11:30
Im Norden gibt es über 50.000 Bauernhöfe und mindestens genauso viele Geschichten. Die NDR Reportagereihe "Hofgeschichten" begleitet ganz verschiedene Landwirtinnen und Landwirte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg in ihrem spannenden Alltag.
12:00
Die Deutschen lieben die Freiheit beim Camping. Dabei ist Camping ein generationsübergreifendes Phänomen, während die jungen Leute noch mit dem Zelt oder im ausgebauten Bus unterwegs sind, bevorzugen die älteren Camper den fest installierten Wohnwagen auf dem Dauercampingplatz oder das Reisemobil als rollendes Hotel. Jeden Sommer wird es voll auf den Campingplätzen an Nord- und Ostsee, 2016 zählten allein die Campingplatzbetreiber in Mecklenburg-Vorpommern rund fünf Millionen Übernachtungen. Begonnen hatte alles in den 1930er-Jahren, als der Tüftler Arist Dethleffs sein erstes "Wohnauto" konstruierte. So richtig populär wurde Camping aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg, zu Beginn des Wirtschaftswunders. Es bot einen Urlaub, den sich damals fast jeder leisten konnte. Und es musste nicht immer unbedingt Italien sein. In Hamburg war der Campingplatz am Falkensteiner Elbufer so etwas wie die "Riviera des kleinen Mannes". Hier zeltete die Hamburger Arbeiterklasse, inklusive feinem Sandstrand und Bad in der Elbe. Auch heute noch genießen hier viele Dauercamper von April bis Oktober in ihren Wohnwagen das Elbpanorama. Der Erfolg des Campings stieg mit der wachsenden Mobilität der Deutschen weiter an. Maria Dhonau, die "Grande Dame" der Caravanbranche, eröffnete 1960 eine Tankstelle und begann damit, Wohnwagen zu verkaufen. Die waren damals Leichtgewichte, denn früher hatten die Autos noch nicht so viel PS wie heute. Dieses Problem kannte man auch auf der anderen Seite der deutsch-deutschen Grenze. Über ganze 26 PS verfügte ein Trabi, da musste ein leichter Wohnwagen her. So wurde das Qualitäts- und Edelstahlkombinat mit dem Bau eines passenden Wohnwagens beauftragt. Heraus kam das Modell QEK Junior. Nur, dass die DDR-Bürger sowohl auf das Auto als auch auf den Wohnwagen bis zu 18 Jahre warten mussten. Zudem war Camping in der DDR zu Beginn als unsozialistisch, weil zu individualistisch, verpönt. Die Staatsführung sah die Werktätigen lieber beim Kollektivurlaub im FDGB-Heim. Doch Camping wurde trotzdem zur Massenbewegung. Ein kleines Stückchen Freiheit, da war die Partei machtlos. Im vereinten Deutschland ist die Faszination ungebrochen. Die Camper sind ein Wirtschaftsfaktor im Norden, denn sie kaufen nicht nur Campingausrüstung, sondern geben im Urlaub auch viel Geld aus.
12:45
Bereits seit 1991 sind die Korrespondenten im Ausland unterwegs und berichten vor Ort vom Geschehen. Die Reportagen informieren detailliert über Hintergründe und decken nicht selten Missstände auf.
13:15
Geprägt von der Nordsee und dem größten Hafen Europas, durchzogen von Wasser: Die kühne Architektur Rotterdams spiegelt den kreativen Eigensinn der Bewohner der niederländischen Stadt. Futuristische Bauwerke grenzen an historische Hafenbecken, hier finden altes Handwerk und unkonventionelle Ideen ihren Platz. Eine Metropole im ständigen Wandel. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Jahr 1940 setzte Rotterdam auf Aufbruch statt Rückblick und hat mit mutiger, moderner Architektur eine ganz neue, unverwechselbare Skyline geschaffen. Im Alten Hafen (Oude Haven) haben Fay de Grefte und Mickey Linskens auf einem betagten Lastenboot ihr Zuhause gefunden gemeinsam mit ihren Enten Eckart und Laotse. Fay jobbt in einem Secondhandladen, Mickey ist dort angehender Hafenmeister. Mithilfe von YouTube-Videos wagen sich die beiden an den Neubau eines riesigen Ruderblattes für ihr altes Boot. Wie Zukunft auf dem Wasser aussehen kann, zeigt Minke van Wingerden mit ihrem schwimmenden Kuhstall mitten im Hafen. 30 Rinder leben dort auf einer Hightech-Farm, versorgt von Robotern und automatisierten Melksystemen. Aus ihrer Milch entstehen direkt an Bord Käse, Joghurt und Butter. Der Modellversuch für eine zentrale Lebensmittelproduktion hat durchaus hohe Wellen geschlagen, Minke empfängt gerade eine Delegation aus Afrika. 28.000 Hochseeschiffe liefen Rotterdam vergangenes Jahr an, gut eine halbe Million Seeleute kommen so nach Rotterdam. Um einige von ihnen kümmert sich Hafenpastorin Helene Perfors, sie hält Gottesdienste an Bord und spendet Trost im harten Alltag fern der Familie. Und abends lädt Helene in ihren Seemannsclub zu Suppe und Karaoke, philippinische Hits und ein scharfer Eintopf vermitteln ein bisschen Heimatgefühl am Rande des Welthafens. Einmal im Jahr wird die Vielfalt Rotterdams gefeiert. Beim Sommerkarneval tanzen Gruppen mit karibischen Wurzeln durch die Straßen in farbenprächtigen, oft aus nachhaltigen Materialien gefertigten Kostümen. Fast eine Million Menschen kommen zu diesem Fest der Kulturen. Vor den Toren der Stadt drehen sich seit Jahrhunderten alte Windmühlen, sie dienen dem Kampf gegen das Wasser. Mandie Noorlander und ihr Vater halten eine historische Pumpmühle in Betrieb und pflegen auch die berühmten Mühlen von Kinderdijk. In den Niederlanden sind Windmühlen nicht nur Folklore, sondern gelebter Hochwasserschutz. Und Rotterdam ist eine Hafenstadt, die das Meer vor der Haustür einfallsreich nutzt und seinen Fluten clever trotzt.
14:00
Die dreiköpfige Crew des Schleppers im Hamburger Hafen macht einen gefährlichen Job: Jeder Einsatz stellt sie vor neue Herausforderungen, je nach Wetter, Tide und Schiffsaufkommen. Einige der Schiffe, die manövriert werden müssen, sind gewaltig: Die bis zu 400 Meter langen "ultragroßen" Containerschiffe sind ohne die Hilfe der kleinen, PS-starken Kraftprotze in der Elbe und im Hafengebiet manövrierunfähig. Gleich drei Schlepper halten die Containerriesen mit jeweils 80 Tonnen Zug- und Schubkraft auf Kurs und drücken das Containerschiff zentimetergenau an den Anleger. Dirigiert werden die Schlepper und die Festmacher an der Kaikante über Funk von einem Lotsen. Diese Anlegemanöver der Superlative sind nur möglich durch viel Know-how und gutes Teamwork. Trotz allem bleibt ein Restrisiko: Gegenstände können vom Containerriesen herabfallen, Trossen können reißen und Stahlseile brechen. Auch kleinere Kähne und Frachtschiffe, sogenannte Feeder, fordern die Unterstützung der Schleppercrew an, um bei starkem Wind, hohem Schiffsaufkommen oder schwierigen Manövern an den Piers sicher durch den Hafen zu kommen. Nebenbei ist die Schlepperbesatzung während ihrer 14-tägigen gemeinsamen Schicht eine funktionierende Bordfamilie. Ihre Stand-by-Zeiten am Anlieger Neumühlen nutzen sie zum Putzen, Kochen, Essen, Bunkern oder einfach zum Ausruhen bis zum nächsten Anruf aus der Einsatzzentrale. "Die Nordreportage" begleitet die Crew bei ihren spannenden und abwechslungsreichen Schleppeinsätzen.
14:30
Die Martinens aus Süddorf auf Amrum sind Landwirte aus Leidenschaft. Altbauer Irk Martinen und sein Sohn Oke empfinden ihre prallgefüllten Arbeitstage als Abenteuer. Wegen der Insellage gibt es auf Amrum mitten in der Nordsee ganz besondere Herausforderungen für Landwirte. Jedes Jahr im Frühling fallen 40.000 Ringelgänse auf die Insel ein und fressen die Weiden am Meer kahl. Für die 100 Mastrinder, ein wichtiges Standbein neben dem Ackerbau, bleibt nicht viel übrig. Anders als auf dem Festland können die Gänse nicht auf andere Flächen ausweichen. Hinzu kommen die Fährkosten. Alles für den Betrieb muss übers Wasser gebracht oder geholt werden. Doch Gastwirt statt Landwirt, viele ehemalige Bauern auf Amrum leben vom Tourismus, das können sich Oke und Irk nicht vorstellen. Mehr als 190 Hektar, die Hälfte des Ackerlandes auf der Insel, wird von den beiden Martinen-Männern bestellt. Im Frühjahr säen sie direkt an der Wasserkante. Im Sommer müssen sie mit ihren riesigen Erntemaschinen mitten durch die Touristenströme zu ihren Feldern. Ein Frachtschiffer von Hooge bringt dann ab Mitte Juni ihre Ernte ans Festland. Und zwischendurch müssen sie immer wieder auch an die Zukunft des Hofes denken. So haben sie vor ein paar Jahren einen alten Stall zu ihrem Hofladen umgebaut. Dort bietet Birgit Martinen jetzt jeden Tag frische Produkte vom Martinen-Hof an. Im Hofladen soll künftig eigentlich auch Schweinefleisch verkauft werden. Doch die Behörden machen bei der Genehmigung Probleme. Sie sorgen sich um die Gäste, befürchten eine Geruchsbelästigung durch die 40 Schweine, die geplant sind. Der "gläserne Hof" ist das neueste Projekt der Martinens. Mithilfe dieser Idee wollen sie den Menschen zeigen, wie modern und nachhaltig sie als letzte Ackerbauern auf Amrum arbeiten. Mit ihrem neuen Hühnermobil können sie wie mit einem Wohnwagen umher fahren und so ihren 200 Legehennen ständig neue Weiden anbieten. Überdies soll ein Teil ihres Landes zu Blühwiesen werden und stückweise an Touristen verpachtet werden. 100 Quadratmeter Blühwiese für zwei Jahre kosten 50 Euro. Jungbauer Oke engagiert sich nebenbei auch noch in der Amrumer Landjugend und legt auf Gemeindeäckern Blühwiesen für Insekten an. Mit immer neuen Ideen halten sich die Martinens nun schon in der vierten Generation über Wasser und genießen mitten in einem Urlaubparadies ihre Freiheit und den Meerblick. Das 100-jährige Bestehen des Hofes wurde 2019 mit über 2.000 Gästen kräftig gefeiert. Inselbauer, jeder Tag ein Abenteuer: Das ist das Leben der Martinens von Amrum.
16:00
Brokkoli, Salat, Kartoffeln, Erdbeeren und Äpfel werden u.a. in Norddeutschland angebaut und gehen in den Handel. Das ist bekannt. Aber was passiert eigentlich mit dem Raps von den riesigen Feldern, die im April und Mai gelb leuchtend den Frühling einläuten? Wer weiß, wie aus Rüben Zucker wird? Und wer hätte gedacht, dass in Norddeutschland selbst Exoten wie Tabak oder Nektarinen gedeihen? Viele Landwirte sorgen mit dem Anbau von Mais und Grünfutter noch selbst fürs Viehfutter in den Ställen, anstatt Soja aus entfernten Kontinenten zu importieren. Wie gehen die Landwirte mit immer größeren qualitativen Anforderungen der Verbraucher und ihrer Großabnehmer um? Wie sehr macht der Preisdruck ihnen zu schaffen? Und wie sehen sie ihre Zukunft, damit ihre Familienunternehmen auch in der nächsten Generation noch profitabel sind? Vanessa Kossen und Daniel Sprehe sind unterwegs im Norden: auf Feldern, in Verpackungsstraßen, in Ställen und auf großen Maschinen. "Ackern für Norddeutschland" zeigt die Vielfalt der Landwirtschaft und Menschen, die diese Vielfalt möglich machen.
16:30
Sommerzeit ist Grillzeit. Gemeinsam draußen sitzen und der Duft von Gegrilltem liegt in der Luft, das fühlt sich gut an. Aber warum schmeckten die Sachen vom Grill eigentlich so gut? Welche chemischen Prozesse laufen beim Grillen ab? Und welche Rolle spielt die Marinade tatsächlich? Mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen, überraschenden Fakten und alltagstauglichen Tipps nimmt die Sendung die wichtigsten Grillfragen unter die Lupe: Wie wird das Fleisch außen knusprig und innen saftig? Und macht es geschmacklich wirklich einen Unterschied, ob mit Holzkohle oder Gas gegrillt wird? "Quarks" klärt auf und zeigt, wie Grillen möglichst gesund und umweltbewusst gelingen kann, ohne dass dabei etwas vom geliebten Grillgefühl verloren geht. Eine Sendung für alle, die mehr wissen und besser grillen wollen.
17:15
Hamburg schläft nicht. Schräges und Erstaunliches spielt sich in der Hansestadt ab. Erzählt werden Geschichten von interessanten Einwohnern, Baudenkmälern und spannenden Ereignissen.
18:00
18:45
Jeden Abend pünktlich 18:45 Uhr nimmt ein prominenter Gast bei uns Platz - dazu informiert DAS! Rote Sofa täglich, was im Norden Gesprächsthema ist.
19:30
30 Minuten regionale Informationen und Hintergründe: Worüber spricht das Land - was bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Mehr Nachrichten aus MV ab NDR Text Seite 160 und im Internet: www.ndr.de/mv
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Vor einem knappen halben Jahrhundert wagt es eine junge Frau, sich mit pointierten Thesen zu Geschlechterrollen oder Abtreibungsgesetzen öffentlich zu Wort zu melden. Früh wird Alice Schwarzer in Paris durch eine Freundin mit den lebensgefährlichen Konsequenzen der Abtreibungsgesetze konfrontiert. Als sie mit der französischen Frauenbewegung in Kontakt kommt, begegnet ihr das Thema erneut. In Deutschland initiiert sie schließlich das Abtreibungsbekenntnis von 374 Frauen und schreibt damit erstmals Geschichte. Dabei muss sie erkennen, dass ihr Aktivismus einen hohen Preis hat. Sie gefährdet ihre hart erarbeitete Reputation als Journalistin. Und auch ihre Liebesbeziehung zu dem sensiblen Franzosen Bruno, mit dem sie um eine gleichberechtigte Partnerschaft kämpft, droht zu scheitern ...
21:45
Alice Schwarzer wird durch einen Fernsehauftritt mit der Antifeministin Esther Vilar im ganzen Land berühmt und zu einer der am stärksten polarisierenden Persönlichkeiten. Ihre Gegner ziehen alle Register, um sie zu demütigen und zu zerstören. Sie muss sich als hässliche Hexe beschimpfen lassen, Hohn, Spott und Hass ertragen. Aber sie macht weiter, feiert Erfolge als feministische Bestsellerautorin und gründet schließlich die Zeitschrift "Emma", in der sie Aktivismus und Journalismus vereinen kann. Ihre Beziehung mit Bruno scheitert und Alice macht sich auch in der neuen deutschen Frauenbewegung zahlreiche Feinde.
23:15
Es gab eine Zeit, in der Frauen in Deutschland nicht Fußball spielen durften. Männer glaubten, sie könnten Frauen von den Plätzen fernhalten und der Deutsche Fußball-Bund verbot ihnen, unter seinem Dach zu spielen, denn "Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand" (Zitatit DFB 1955). Der Film erzählt von Heldinnen des Frauenfußballs, die den Widerständen trotzten und einfach ihr Spiel machten. Diese Frauen spielten, als der DFB es ihnen verboten hatte. Sie spielten sich zum ersten offiziell anerkannten Länderspiel gegen die Schweiz 1982. Sie spielten sich schließlich zum internationalen Erfolg. Das alles war mehr als ein sportlicher Wettkampf. Es war ein Ringen um Anerkennung und um Frauenrechte. Eine kulturelle und gesellschaftliche Zeitreise, die weit über den Fußball hinaus geht und zeigt, wie stark patriarchales Verhalten das Leben von Frauen beeinflusst. Ohne die Geschichte von gestern gäbe es den erfolgreichen Deutschen Frauenfußball nicht. Deshalb ist diese Zeitreise mit den Pionierinnen des Frauenfußballs in Ost und West auch heute noch von entlarvender Aktualität. Es klingt unglaublich, aber bis in den Herbst 1970 verbot der DFB Frauen auf seinen Plätzen das Fußballspielen. In der DDR gab es kein Verbot, doch auch hier sahen sich Fußballerinnen mit Vernachlässigung konfrontiert. Hier wie dort galt Frauenfußball nicht als gleichwertig und ebenbürtig. Dieser Dokumentarfilm von Torsten Körner (2025) gibt den Pionierinnen des Frauenfußballs erstmals eine eigene Bühne. Unbeeindruckt von den männlichen Strategien, mit Ehrgeiz und Humor fanden sie Wege, den Männerbünden des DFB die Stirn zu bieten - und spielten trotzdem. Und das erfolgreich. Auch in der DDR bewiesen Pionierinnen mit Ausdauer, Hingabe und Liebe zum Fußball, dass "Mädchen" sehr wohl Fußball spielen können. Der Film erzählt von starkem weiblichem Empowerment und Emanzipation auf dem Rasen. Er begleitet die Protagonistinnen bei ihrem jahrzehntelangen und skurrilen Kampf um Anerkennung. Er erzählt von den Frauen, die trotz des offiziellen Fußballverbots spielten, die Mannschaften gründeten und den Parcours zu den ersten offiziellen Länderspielen in Ost und West bewältigten. Der Film erzählt von Frauen, die trotz aller Hindernisse nie aufgehört haben, Fußball zu lieben und die zu Vorbildern der Spielerinnen von heute wurden. Die Montage des Films schafft einen lebendigen Dialog zwischen den Erzählungen der Zeitzeuginnen und vielsagenden Fundstücken aus dem Archiv und bezeugt dabei die zähe Entwicklung von Gleichberechtigung - nicht nur auf dem Fußballplatz.