FIFA-Council bringt 'Mega-WM' 2022 in Katar auf den Weg

15.03.2019 - 18:02 Uhr

Die WM 2022 mit 48 Mannschaft rückt wohl näher. Bahrain, Saudi-Arabien und VAE könnten dabei als Co-Gastgeber fungieren.

Die Aufstockung der WM 2022 in Katar auf 48 Mannschaften rückt immer näher. Das Council des Fußball-Weltverbands FIFA um DFB-Präsident Reinhard Grindel fällte am Freitag in Miami eine Grundsatzentscheidung für die "Mega"-Endrunde in dreieinhalb Jahren. Wird ein passender Co-Gastgeber in der momentan allerdings krisengeschüttelten Region gefunden, soll der FIFA-Kongress im Juni die Aufstockung absegnen.

Das Council erkannte im US-Bundesstaat Florida zum einen die von der FIFA in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie an. Die Experten waren zu dem Schluss gekommen, dass das 48er-Turnier möglich ist, wenn einige der dann 80 Spiele "ausgelagert" werden. Weiterhin beschloss das von FIFA-Präsident Gianni Infantino angeführte Gremium, dass die FIFA-Administration zusammen mit dem katarischen WM-Organisationskomitee bis Juni eine Beschlussvorlage erstellen soll.

WM 2022: Bahrain, Saudi-Arabien und VAE als Co-Gastgeber?

Als Co-Gastgeber kommen geographisch vor allem die Nachbarn (Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate) infrage. Mit diesen Ländern befindet sich Katar seit 2017 aber in einer Art kaltem Krieg. Die drei Länder halten eine wirtschaftliche und politische Blockade gegen das Emirat aufrecht. Neutrale Partner in der Region wären aktuell Kuwait und Oman.

Die WM 2022 wird vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 gespielt, laut der Machbarkeitsstudie müsste sich daran auch nichts ändern. Ursprünglich sollte erst die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit 48 statt 32 Mannschaften ausgerichtet werden. Infantino hatte in den vergangenen Monaten aber massiv für die frühere Aufstockung geworben, die zuletzt auch kaum mehr Gegner hatte.

"Eine WM-Teilnahme ist der Traum vieler Länder auf der Welt und ein großer Schub für den Fußball dort. Deshalb kann ich schon nachvollziehen, dass viele Verbände in der FIFA das 48er-Format wollen", hatte Grindel dem SID im Vorfeld der Council-Sitzung gesagt: "Das dürfen wir nicht nur durch die deutsche Brille sehen."

Weitere News

Der verletzte Superstar Neymar sah sich das Länderspiel von Rekordweltmeister Brasilien gegen Underdog Panama in Porto von der Tribüne aus an - und erlebte eine dicke Überraschung.

Der verletzte Superstar Neymar sah sich das Länderspiel von Rekordweltmeister Brasilien gegen Underdog Panama in Porto von der Tribüne aus an - und erlebte eine dicke Überraschung.

Hannover 96 sorgt auch außerhalb des Platzes für Schlagzeilen: Martin Kind muss eine Schlappe bei der Mitgliederversammlung einstecken.

Aktuell braucht man zwei Abos, um alle Bundesliga-Spiele im TV zu verfolgen. Jetzt hat sich der DFL-Boss über die Zukunft der Rechtevergabe geäußert.

Raphael Varane wird auch in Zukunft für Real Madrid spielen. Ein Wechsel im Sommer ist für den Franzosen kein Thema.

Machen die Bayern ernst bei Frankfurt-Stürmer Luka Jovic? Angeblich soll ein erstes Angebot für den Serben abgegeben werden.

Moise Kean standen im Winter alle Türen offen, stattdessen blieb er trotz geringer Einsatzzeit bei Juventus Turin - dank Giorgio Chiellini.

Borussia Dortmund schnappte sich erst im Sommer mit Delaney und Witsel zwei Mittelfeldspieler. Der nächste soll nun bereits folgen.

zur News-Übersicht