Reise durch Europa: Eintracht Frankfurt setzt auf Luka Jovic

13.02.2019 - 14:26 Uhr

Mit viel Zuversicht hat Eintracht Frankfurt die Reise in die Ukraine angetreten. Für Luka Jovic könnte es aber schon der letzte Trip sein.

Luka Jovic lächelte verhalten, als er bei strahlendem Sonnenschein den "SGE-Express" bestieg. Der Flug nach Charkow in der umlackierten Boeing 737 könnte für den Top-Torjäger schließlich der Anfang vom Ende mit Eintracht Frankfurt gewesen sein - und die anspruchsvolle Reise zum ukrainischen Double-Sieger Schachtjor Donezk gleichzeitig die letzte auf internationaler Ebene.

Denn mit 14 Toren in der Bundesliga hat Jovic längst die ganz großen Klubs auf den Plan gerufen, mit dem FC Barcelona soll sich der 21-Jährige bereits einig sein. Wenn Jovic also noch häufiger mit dem deutschen Pokalsieger auf großer Bühne Dienstreisen bestreiten will, muss Donezk in der Zwischenrunde der Europa League eliminiert werden. Die Voraussetzung dafür? Ein gutes Ergebnis im Hinspiel am Donnerstag (21 Uhr im LIVE-TICKER), bestenfalls unter Mithilfe eines treffsicheren Jovics.

"Luka weiß, dass er - wenn er zu den gehandelten Vereinen will - weiter so treffen muss", sagte Torhüter Kevin Trapp: "Deswegen hoffe ich, dass das weiter so positiv bleibt." Die Bild-Zeitung nannte auch Barca-Rivale Real Madrid als möglichen Interessenten.

Eintracht Frankfurt stellt Bundesliga-Rekord auf

Dass Jovic bereits die Qualität für Vereine dieser Größenordnung besitzt oder zumindest drauf und dran ist, diese zu erlangen, zeigten die bisherigen Auftritte im Europapokal. Fünfmal traf der Serbe in den sechs Gruppenspielen, die allesamt gewonnen wurden - das hatte zuvor noch kein Bundesligist geschafft.

"Wir sind seit der Auslosung heiß auf dieses Spiel", sagte Trapp Frankfurter Medien. Der 28-Jährige, der mit Paris St. Germain in der Champions-League-Saison 2015/16 beide Gruppenspiele gegen Donezk gewonnen hatte, warnte allerdings vor Fahrlässigkeiten: "Jetzt zählt jedes Detail, jeder Fehler wird bestraft. Es ist was anderes als die Gruppenphase."

Das weiß auch Trainer Adi Hütter, der ebenfalls gute Erinnerungen mit dem elfmaligen ukrainischen Meister verbindet. Vor seiner Zeit am Main war der Österreicher mit den Young Boys Bern in der Qualifikation zur Champions League auf Donezk getroffen - er behielt die Oberhand. Vor dem erneuten Duell zeigte Hütter aber viel Respekt.

"Donezk ist eigentlich eine Champions-League-Mannschaft. Es ist kein einfaches Los, aber wir müssen uns nicht verstecken und sind sportlich in der Lage, eine Runde weiterzukommen", sagte der 49-Jährige: "Die Chancen stehen 50:50."

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